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Das Projekt "Paso Tuyá"
Beilage A: Hintergrundbericht "Die Unterstützung der Indianer"
Autor: Bruno Brack, Projektleiter der Alfons Goppel-Stiftung in Paraguay
Heute (1999) bleiben kaum noch ein Drittel Waldreserven!
Mit Jagen, Fischen und Sammeln ist da kein Überleben mehr möglich; der Boden muss zwangsläufig bebaut werden, sofern man überleben will. Arbeit gibt es kaum, zumal kein Indianer irgendwie ausgebildet ist. Der enge Siedlungsraum zwingt sie, sesshaft zu werden, obschon sie ihrer Natur gemäss immer nomadisiert haben.
Der Lebensraum für die Kolonie gesamthaft , also nicht nur für die Indianer - ist mehr oder weniger beschränkt, da die umliegenden Ländereien in der Mehrzahl bereits bebaut werden oder für Viehzucht verwendet werden. Es geht also darum, einen Weg für eine friedliche Koexistenz zu finden. Die Kolonie Paso Tuyá kann die Augen vor den Problemen der Indianer nicht verschliessen; die Kontraste sind zu gross geworden, als dass man sie übersehen könnte. Schliesslich soll die Kolonie als Ganzes entwickelt werden, nicht nur ein paar selektierte Siedler edler Abstammung.
Unserem Projektziel gemäss, welches die indianische Bevölkerung uneingeschränkt zum Zielpublikum rechnet, suchten wir einen Weg zum Dialog, der die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erörtern sollte. Während eines Besuches in der Indianersiedlung im März 1988 überbrachten wir dem Cacique (Häuptling oder Führer der Gruppe) eine Einladung, unser Projekt kennenzulernen und dabei über ihre Situation, ihre Meinungen und ihre Erwartungen zu diskutieren. Nachdem die Einheimischen schon seit längerer Zeit immer wieder "Studienobjekt" verschiedener Organisationen waren, ist ihre Haltung Fremden gegenüber begreiflicherweise recht kühl. Wir sollen nur mal nicht zuviel versprechen, meinte Raimundo Arce, der Cacique. Sie seien sich gewohnt, allerlei zu hören und dann im Nachhinein nichts zu sehen...
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